Und schon
ging es los

Als um 5 Uhr morgens der Wecker klingelte, war der Gedanke, einfach im Bett zu bleiben, schon sehr verlockend. Aber dann wäre uns wirklich etwas entgangen. So quälten wir uns Ende Oktober schlaftrunken in das Auto und fuhren los, Richtung Hintersee in Berchtesgaden. Schon nach kurzer Zeit war die Müdigkeit verflogen und als wir pünktlich am Parkplatz ankamen, begann es bereits zu dämmern. Kamera, Stativ und Thermoskanne mit heißem Tee in der Hand, ging es gleich los zu unserem ausgewählten "Fotospot". Grundsätzlich keine schlechte Idee. Hätten diese nicht auch noch 8 weitere Leute gehabt. Wir fanden allerdings trotzdem noch ein schönes Fleckchen, auf dem wir Kamera und Stativ aufbauen konnten. Für unsere Mühen wurden wir dann auch reichlich, mit wunderschönen Aufnahmen des Sees in der Morgenstimmung, belohnt. Anschließend zogen wir weiter, um noch etwas um den See zu spazieren. Allerdings fanden wir keine 200 Meter weiter eine noch bessere Sicht auf den als zuvor. Schnell wurde die Kamera wieder ausgepackt und erneut fotografiert. Wenige Minuten später wurde die friedliche Stille von einem Geräusch unterbrochen, dass sich anhörte wie eine sehr laute Drohne. Als wir jedoch nach oben sahen, entdeckten wir anstatt eines technischen Flugobjektes drei Enten, deren Flügelschlag sich tatsächlich anhörte, als ob eine Drohne knapp über unseren Köpfen fliegen würde. Die Tiere schienen den Ausblick auf den See wohl lieber von oben genießen zu wollen. Naja, um ehrlich zu sein, verständlich. Im Laufe der Zeit war etwas Wind aufgekommen, der leichte Wellen auf die Seeoberfläche zauberte. Die Aussicht war perfekt. Das Einzig störende war, die Kälte. Wir konnte zwar kaum mehr unsere Finger spüren aber der See, umgeben von Bäumen, deren Laub sich bereits in allen herbstlichen Farbschattierungen gefärbt hatte, war es definitiv wert. Verfroren kamen wir später wieder am Auto an und beschlossen noch einen Parkplatz weiter zu fahren, um dort nach weiteren Fotomöglichkeiten zu sehen, spazieren zu gehen oder uns einfach treiben zu lassen. Der Tag war dank des frühen Aufstehens ja noch jung. Allerdings stellte sich dieses Vorhaben als schwieriger heraus, als erwartet. Leider hatten wir nicht bedacht, dass aufgrund von Bauarbeiten der Rundweg um den See gesperrt war. Tja, wie heißt es so schön: Satz mit X, das war wohl nix. Also machten wir uns wieder auf den Heimweg mit zahlreichen neuen Bildern und einem langsam aufkeimenden Hungergefühl im Magen. 

Oh, schon am Ende.

Vielen Dank fürs Durchlesen.

Kontakt aufnehmen

Ich habe dein Interesse geweckt? Schreib mir eine Mail und ich antworte in Kürze.
Bitte fülle alle mit dem * gekennzeichnete Felder aus.